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Vortrag bei der Acatech

Vortrag bei der Acatech
Vortrag von Kai-Uwe Weiß

Die Acatech hat LESER eingeladen einen Vortrag über das Thema „Digitalisierung in der Fertigung“ zu halten. Die Acatech ist „Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften“ und hat die Aufgabe, Politik und Gesellschaft unabhängig, faktenbasiert und gemeinwohlorientiert zu beraten. Im Zentrum steht nachhaltiges Wachstum durch Innovation.

Durch die dauerhaften Maßnahmen zur Digitalisierung von Arbeitsabläufen, Prozessen und Maschinen hat LESER die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Im Rahmen des Vortrags hat Herr Weiß stellvertretend für LESER einige Best Practices vorgestellt. Neben den bekannteren wie der LESER Digital ID, den Webserivces oder der Remote Inspection standen vor allem Fertigungsthemen im Fokus.

Zwei Meilensteine die LESER in den letzten Jahren in diesem Bereich erreicht hat, sind LESTRAC und Shopfloor.

LESTRAC

Für Hersteller von Sicherheitsventilen spielt Qualität eine zentrale Rolle. Das Sicherheitsventil ist ein serialisiertes Produkt, wird also für jeden Kunden individuell hergestellt. LESER hat für Kunden und Qualitätssicherung Datenstrukturen für einen „digitalen Zwilling“ entwickelt.

Über alle Wertschöpfungsketten entstehen eine Vielzahl von „Qualitätsdaten“, z.B. Prüfungen, Inspektionen, Zeugnisse und ähnliche Informationen. Zur Erfassung und Bereitstellung wurde ein durchgängiger, automatisierter, digitaler Prozess der Rückverfolgbarkeit designt. Vom Schmelztiegel des Gießers z.B. aus Indien, über die Herstellung von Komponenten im Werk in Hohenwestedt und der anschließenden auftragsbezogenen Montage bis hin zur Auslieferung des Sicherheitsventils erstreckt sich das Datenmodell.

LESER hat Datenobjekte und Strukturen geschaffen, die ohne manuelle Tätigkeiten in SAP alle Informationen der Produktion sammeln und dem jeweiligen Ventil eindeutig zuordnen. Somit kann LESER seinen Kunden schnell und zielgerichtet Auskunft geben, mit welchen Eigenschaften und Bestandteilen ein Sicherheitsventil ausgeliefert wurde. Der Kunde kann auch selbständig jederzeit auf die ventilspezifischen Daten zurückgreifen. Informationen des individuellen Ventils, Ersatzteillisten und Zeugnisse sind jederzeit und von überall abrufbar.

Shopfloor

Im Rahmen des Projektes "smart Factory" hat LESER die „Betriebszustände der Produktionsanlagen“ digitalisiert. Bisher war es erforderlich, durch aufwändige manuelle Auswertungen aus SAP die Schwerpunkte für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) abzuleiten. 

Arbeitet das Projektteam an den richtigen Themen, um Produktionsabläufe zu verbessern? Werden tatsächlich das Gesamtoptimum oder „nur“ Suboptima einzelner Fertigungsbereiche verbessert? 
Um diese Fragen zielgerichtet zu beantworten, braucht das Projektteam Echtzeitdaten und automatische Auswertungen. 

Dazu wurden nahezu alle Produktionsmaschinen mit Hilfe einer Software in ein einziges Netzwerk eingebunden. Die Maschinensteuerung liefert in Echtzeit automatisch die verschiedenen Betriebszustände wie z.B. "Produktion läuft", „Störung“, "vorbeugende Wartung", "Rüsten" und weitere. So können Technologen per Mausklick und in Echtzeit die so genannte OEE pro Maschine transparent darstellen. OEE steht für Overall Equipment Effectiveness und repräsentiert den Nutzungsgrad einer Maschine.

Basierend auf diesen Echtzeit-Maschinendaten legt die Abteilung Industrial Engineering die Schwerpunkte für LEAN-Aktivitäten fest. Durch die „Live Zustände“ der Produktion reagiert das Team deutlich schneller z.B. auf Prozessstörungen. So wird LESER zuverlässiger und verbessert die Liefertreue.

Alle Maschinen der spanenden Bearbeitung sind an das System angeschlossen. In einem potenziellen Engpassarbeitsbereich aus vier Bearbeitungszentren hat LESER in nur einem Jahr die OEE um ca. 12% gesteigert. „Wir prüfen derzeit, diese Visualisierung auch in China und Indien einzuführen, um so unsere globalen LEAN-Aktivitäten zu erleichtern“, sagt Herr Weiß, „denn nur wenn wir etwas messen können, können wir es auch verbessern“.