X-Ray Cube: Zuverlässige Gussqualitätsprüfung bei kürzeren Durchlaufzeiten

 
Bei allen Ventilen, bei denen die drucktragenden Teile aus Gussmaterial hergestellt sind, ist die Qualität des Gussteils ein entscheidender Faktor für die Gesamtqualität. 
 
Die verschiedenen Dimensionen, welche die Gussqualität bestimmen, sind:
- Die Möglichkeiten der Bearbeitung und der Montage der verschiedenen Komponenten durch die Maßhaltigkeit der Gussteile
-  Die Dichtheit des Werkstücks sowie die der bearbeiteten Dichtflächen oder von Gewinden 
- Zu guter Letzt, und vielleicht am wichtigsten, die Druckfestigkeit und damit die Sicherheit des Endprodukts.
 
Es stehen mehrere zerstörungsfreie Prüfungen (NDEs) zur Verfügung, um die Qualität des Gussteils zu beurteilen. Häufig werden Maßhaltigkeitsprüfungen, Oberflächenrissprüfungen mit Farbeindringprüfungen oder Magnetpulverrissprüfungen (nur für magnetierbare Legierungen), Ultraschalltests oder Positive Material Identifications (PMI) durchgeführt.
LESER entschied sich für die Investition in einen digitalen X-Ray Cube (Röntgenwürfel), um die Tests im eigenen Haus durchführen zu können. Neben der Verkürzung der logistischen Zeiten reduziert die Digitaltechnik die Bearbeitungszeit und damit die Gesamtdurchlaufzeitverlängerung für zusätzliche Röntgenuntersuchungen. 

Der X-Ray Cube setzt das Gussteil einer Strahlung aus. Das Gussteil absorbiert einen Teil der Strahlung, der verbleibende Teil wird auf dem Röntgenbild freigelegt. Dichtes Material widersteht dem Eindringen von Strahlung, sodass das Bild in diesen Bereichen in geringerem Maße belichtet wird. Diese Stellen sind auf dem Bild heller. 

Weniger dichte Materialien ermöglichen mehr Durchdringung und korrelieren mit den dunkleren Bereichen auf dem Bild. Jegliche Löcher, Risse oder Einschließungen, die weniger dicht sind als die Gusslegierung, werden daher als dunkle Bereiche dargestellt.

Weitere schwerwiegende Defekte wie Gasporositäten, Abkühlungsfehler, Entmischung, Kaltverschlüsse oder Fehlläufe der Materialien können so erkannt werden. Mit diesem System kann LESER alle Komponenten bis DN 200 und 200 kg prüfen. Die maximale Wandstärke beträgt bei Edelstahl ca. 50 mm und bei Kohlenstoffstahl ca. 60 mm.
 
Durch standardisierte und kontrollierte Fertigungsprozesse sowie ein umfangreiches Lieferantenauswahl- und Entwicklungsprogramm erreicht LESER die geforderte Sicherheitsventilqualität. Die Röntgenaufnahme des Gussteils ist in diesem Prozess ein wichtiger Baustein. Der Umfang der Stichproben richtet sich nach den Anforderungen der Codes und Normen und einer qualitätsleistungsbasierten Berechnung für jeden einzelnen Lieferanten. 
Da LESER Gussteile von Lieferanten in verschiedenen Ländern bezieht, wobei ein großer Teil aus Indien und China stammt, ist die Röntgenprüfung auch eine gute Möglichkeit, kritische Kunden über die LESER-Qualität mit kurzen bis keinen Vorlaufverlusten zu informieren.